Osterwerkstatt im Klein-Auheimer Museum

Schon zur Tradition geworden ist die Osterwerkstatt des Klein-Auheimer Heimat- und Geschichtsvereins im Museum im RadWerk. Eingeladen zum Eierfärben, Spielen und Basteln waren wieder Kinder und Lehrkräfte der Friedrich-Ebert-Schule. Schnell waren die Anmeldezettel dafür ausgefüllt und schon bald herrschte ein reges Treiben und eine gespannte Erwartung in den Räumen des Museums.  

Das Kreativteam des HGV hatte sich verschiedene Aktionen ausgedacht, die an vier Vormittagen angeboten wurden: Zunächst wurde besprochen, wie und womit man Eier färben könne – mit Zwiebeln, Rotkohl, Spinat oder Roter Bete. Anschließend durfte jedes Kind zwei Eier färben und später mit nach Hause nehmen.

Nach dem Eierfärben ging es ans Basteln. Eifrig und teils mit sehr kreativen Ideen verzierten die Kinder ihre mitgebrachten ausgeblasenen Eier, bastelten kleine Osterhasen aus Klopapierrollen, bemalten Blumentöpfchen oder kleine Stofftaschen. Beim Eierlauf und Sackhüpfen konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen. Begeistert wurden sie dabei von anderen Kindern angefeuert. Ein Schokohäschen oder Schokoei gab es zur Stärkung danach. Beim Vorlesen lauschten die Kinder leise und aufmerksam verschiedenen Osterhasengeschichten

Jedes Kind durfte an jedem Angebot teilnehmen und bekam zur Belohnung für seine Mitarbeit jeweils einen kleinen Hasenstempel.

Kindern und Erwachsenen machte es sichtlich viel Spaß und sie freuen sich schon auf weitere Aktionen im Museum.

Text Barbara Eisenkolb. Foto Detlef Hellmann


Einweihung des Schildes zum Schöffenstuhl am 21.3.26

Seine Bedeutung und Funktion und Notizen zum Schönfeldhof

Die von Tobias Schaafhausen, Wolfgang Appl und Thorwald Ritter erstellte Tafel zeigt auf Grundlage einer Vermessung der Gemarkungsgrenze zwischen Klein-Auheim und Hainburg aus dem Jahre 1749 die Stelle des "Markerstuhl" oder "Schöffenstuhl" genannten Gerichts- und Versammlungsstätte. 

Bis zur Waldaufteilung 1786 an die Gemeinden gab es diese Gerichtsstätte der 1287 erstmals erwähnten Auheimer Mark, die etwa 928 Hektar Wald- und Wiesenfläche umfasste. Hier entschieden zweimal im Jahr am 22. Februar (Petri Stuhlfeier) und 29. September (Michaelistag) Vogt und sieben Schöffen der Gemeinden Klein-Auheim (2), Klein-Krotzenburg (2), Hainstadt (1), Froschhausen (1), und Weiskirchen (1) über Waldfrevel, Holzdiebstahl und andere Vergehen, über Waldnutzungsrechte des gemeinsamen Waldes und wählten den Markmeister und vierzehn Forstaufseher. 

„Wie könnte nun eine solches Treffen der Märker, das Märkerding, verlaufen sein? Vermutlich saßen Markmeister und Schöffen unter Linden auf ihren Steinbänken, während der gewählte Schutzvogt oder später der Amtmann aus Steinheim als Vertreter der Obrigkeit auf einem Stuhl Platz nahm. Bei diesem Versammlungsplatz handelte es sich »um eine besonders gepflegte Stätte«, den Bäume »anlageartig umstanden«. Späterhin war der eigentliche Schöffen- oder Märkerstuhl »ein einstöckiges kleines Gebäude aus Holz«, das seit dem 19. Jahrhundert aber nicht mehr vorhanden ist.

(Vielleicht hat es so ausgesehen. Zeichnung Andreas Wald)

 

Von den berechtigten Märkern hatte jeder seine ihm zugewiesene Standstelle. Zu Beginn des Treffens verkündete der älteste Schöffe die Regeln, die vor Gericht von allen einzuhalten waren: »Ihr sollet verbiethen, dass keiner dem andern in sein Wort falle, es geschehe denn mit Erlaubnis. Ihr sollet verbiethen alle unverkohrenen Worte, dass keiner dem andern Trang oder Zwang thue. Ihr sollet

erlauben, das Recht, darüber Fried und Bann thun, wie es von alters Herkommen ist.« Anschließend wurden das Weistum der Auheimer Mark verlesen und endlich die Nutzungsrechte verteilt.“

(Zitat aus Bus, Ortschronik Klein-Auheim, S.277)

 

In der Karte von 1749 wurde die neue Gemarkungsgrenze wie auch die Lage des Schöffenstuhls beidseits eines erkennbaren Hohlweges dargestellt. Das Schild steht so an dem neuen Weg, dass man auf den dahinter liegenden Hohlweg mit der Freifläche für die Versammlung sehen kann, auf der sich rund fünfhundert Jahre die Versammlungen abspielten, bei denen zuletzt über vierhundert Berechtigte teilnahmen.


Auf der Karte ist unten links mit dem Buchstaben D die Fläche innerhalb der heutigen Fasanerie markiert, wo der Schönfelder Hof oder Schönhof "gestanden haben soll".   

Dazu schreibt Ott (Die Namen der Gemarkung Klein-Auheim, Seite 32):

„Die Wildhube, auch Königshube oder Forsthube genannt, für unser Gebiet war der Schönhof. Über die Entstehung sind wir nicht unterrichtet. Urkundlich ist er 1287 zum erstenmal belegt. Er ist die einzige beurkundete Hofsiedlung dieser Zeit in der Klein-Auheimer Gemarkung, er teilte aber das Schicksal vieler Einzelhöfe, er wurde zur Wüstung…  Von diesem Hof aus wurde das Schönfeld bearbeitet. Das Schönfelder Gut war eigentlich ein Sondergut, rechtlich gehörte es zu keiner Gemarkung.

 

Die Baulichkeiten des Hofes bestanden aus Wohnhaus, Backhaus, Hundehaus und Stall. Die ganze Anlage war von einem Zaun und Graben umgeben. Der Hübner hatte die Nutzung von Bau- und Brennholz, das er unentgeltlich aus dem Wald beziehen konnte. Er durfte die zum Hof gehörenden Felder und Wiesen bewirtschaften. Nach dem Markweistum aus dem 16. Jahrhundert durfte er Knecht und Magd beschäftigen. Er hatte das Weiderecht für Schafe und bis zu 50 Schweine im Markwald. Er mußte täglich einen bestimmten Bezirk abreiten und kontrollieren.

(Vielleicht hat es so ausgesehen, auch wenn es an diesem Ort keinen Wassergraben gebraucht hätte. Zeichnung Andreas Wald)

 

Der Hübner des Schönhofs hatte außer seinem Amt noch das der Markverwaltung inne. Zu diesem wurde er von den Märkern gewählt, einen Besitzanteil an der Mark hatte er nicht. Also war er gleichzeitig Wildbann und Markvogt der Auheimer Mark, beide Ämter wurden getrennt verwaltet.“


Eröffnung der 25. Krippenausstellung

Am 29.11.25 war die Eröffnung der Jubiläumsausstellung. Die Offenbach-Post hat darüber berichtet. Der Artikel ist auf op-online.de zu sehen.


Medaille für Heimaltpflege und Geschichtsforschung 2025


Am 14. November 2025 wurde dem Heimat- und Geschichtsverein Klein-Auheim e.V. die Medaille für Heimatpflege und Geschichtsforschung 2025 vom Main-Kinzig-Kreis verliehen. Seit 1988 werden jedes Jahr drei Personen/Vereine ausgezeichnet. Bisher haben aus Klein-Auheim die Medaille erhalten das Ehepaar Preissler und Wilhelm Eckrich (auch HGV).

Der Fachbereich Kultur der Stadt Hanau (Martin Hoppe) hatte uns vorgeschlagen und so wurde einer zehnköpfigen Delegation, darunter drei Vorstandsmitglieder, die Auszeichnung durch Landrat Stolz übergeben.


Damit hat der HGV, sein Museum und das RadWerk eine weitere, wichtige Auszeichnung erhalten nach dem Museum des Monats Februar 2020 (Kultusminiterium Hessen) und dem Sonderpreis des hessischen Museumspreises (Hessischer Museumsverband) 2022. Dazu gehört auch die Auszeichnung "Weltgrößte Sammlung von BAUER-Fahrrädern" von Jörg Schulisch im Besitz der Stadt Hanau.


Verschickungskinder nach dem Weltkrieg

 

Als „Verschickungskinder“ erlebten Kinder und Jugendliche nach dem Krieg ab 1945 Aufenthalte in Kinderkurheimen für die Dauer mehrerer Wochen. Oft geschah das ohne Kontakt zu ihren Eltern. Bundesweit gab es rund zehn Millionen Verschickungskinder. Diakonie, Caritas und Krankenversicherungen unterhielten solche Heime. Viele Kinder litten während des Aufenthalts unter Einsamkeit, Heimweh und strengen Erziehungsmethoden. Ziel war die Gewichtszunahme mit allen Mitteln. Oft wird von körperlicher Gewalt und Demütigungen berichtet, vereinzelt auch von sexuellen Übergriffen.

Zu dem Zeitzeugentreffen am Donnerstag, 23. Oktober 25 kamen 12 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ins RadWerk. Über ihre erschütternden Erzählungen berichteten der Hanauer Anzeiger, die Offenbach Post und die Frankfurter Rundschau (jeweils gleicher Artikel). Der Artikel des Hanauer ist unter diesem Link zu lesen


Tagestudienfahrt nach Wiesbaden

 

Klein-Auheim. Am ersten Oktober führte die diesjährige Tagesstudienfahrt des Heimat- und Geschichtsvereins Klein-Auheim in die Landeshauptstadt Wiesbaden. Die 41 Teilnehmenden erfuhren in einem ersten Teil der Stadterkundung mit dem Bus viel über die einst reichste Stadt in Deutschland mit den vielen Villen und adeligen Häuptern gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Auf dem Neroberg besuchten sie die Russisch-Orthodoxe Kirche der heiligen Elisabeth, in der die im Kindbett gestorbene Ehefrau von Herzog Adolph von Nassau begraben liegt. In der folgenden Stadterkundung zu Fuß ging es weiter durch die Geschichte und auch zu den heißen Quellen, denen die Stadt damals ihren Reichtum verdankte, der durch die adeligen Kurgäste kam. Es blieb dann noch genug Zeit übrig, um in das eine oder andere Café zu gehen, bis dann das gemeinsame Abendessen den Tag abschloss. Der rundum gelungene Studientag wurde gekrönt durch ein herrliches sonniges Herbstwetter.



Aus der op-online Stand:01.10.2024, 19:20 Uhr

Gedenkstein für Rad-Weltmeister:

Feierstunde in Klein-Auheim zu Ehren von Heinz Müller


Zum 100. Geburtstag des Radrennfahrers Heinz Müller wurde ein Gedenkstein in Klein-Auheim enthüllt. Familienmitglieder und Radsportfans nahmen an der feierlichen Zeremonie teil.


Klein-Auheim – Zu Ehren des Radrennfahrers Heinz Müller, der mit in einem Klein-Auheim gebauten Bauer-Rad 1952 den Weltmeistertitel gewann und der am 16.09.2024 100 Jahre alt geworden wäre, wurde am Sonntag (29.09.2024) auf dem Gelände des Radwerks in Hanau-Klein-Auheim ein Gedenkstein enthüllt.

Mit dabei waren auch Angehörige seiner Familie, ein Neffe und weitere Verwandte. Einige waren zur besonderen Ehrung extra aus Österreich angereist. Neben der auf einem Findling montierten Erinnerungsplakette ist auch ein gerahmtes Plakat der UCI (Internationaler Radsportverband) am Gedenkort postiert. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Moderator Detlef Hellmann und ein Familienmitglied des 1975 verstorbenen Radsportweltmeisters enthüllten im Beisein zahlreicher Radsportfans den Gedenkstein.


„Bauer-Rad ist die weltmeisterliche Technik, die von Klein-Auheim aus die Welt erobert hat“, leitete Bieri die Enthüllung ein. „Vor fünf Jahren erst wurde das Radwerk eröffnet. Es ist enorm großartig, was seitdem durch Zusammenwirken verschiedenster Partner hier entstanden ist.“


Zum Ehrentag gratulierte auch Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), mit einem Schreiben, das von nun an im Radwerk zu sehen ist.


Die Ehrung für Heinz Müller startete um die Mittagszeit mit einer Radtour durch Klein-Auheim sowie einer Radballvorführung.


Gespräche mit Zeitzeugen, die sich an die Jubel- und Siegesfeiern 1952 erinnern konnten, Interviews mit Mitgliedern aus der Familie sowie ein Dokumentarfilm über die Deutschlandtour 1949 umrahmten den feierlichen Nachmittag. (Holger Hackendahl)



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63456 Hanau Klein-Auheim

(facebook-Seite des Ortsbeirates 16.6.2024)


Platz an der Alten Schule


Seit gestern hat der Platz vor dem ehemaligen Stadtteilladen in der Schulstraße 15 einen Namen.

Offiziell wurde er im Rahmen des 10. Klanaamer Stadtteilfestes in "Platz an der Alten Schule" benannt.

Feierlich wurde das Schild gemeinsam von Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und dem Co-Vorsitzenden des Klein-Auheimer Heimat- und Geschichtsvereins Detlef Hellmann enthüllt, der auch die historischen Gegebenheiten erläuterte.


Der Klein-Auheimer Ortsbeirat hatte im letzten Jahr dazu einen gemeinsamen Antrag gestellt und über den Namen abgestimmt. Die Vorschläge dafür wurden per Bürgerbeteiligung via Social Media oder per Email eingereicht.


Umgesetzt wurde der Antrag nun mit Hilfe der Stabstelle Stadtteilentwicklung der Stadt Hanau, die sowohl das Schild mit dem Namen des Platzes als auch die Erklärtafel finanziert hat. Dieses wurde in enger Zusammenarbeit mit dem HGV erstellt.